Ich unterscheide meine Bilder in drei Kategorien:
Ein unbearbeitetes Bild ist für mich ein Bild, welches im Rohdatenformat aus der Kamera kommt. Das sind Bilder, die ihr normalerweise nicht zugesicht bekommen würdet, die auch keine „normale“ Kamera oder Handy macht, da diese bereits durch ein Programm oder App grundoptimiert werden und zwar so, wie das Programm meint, am besten zu sein. Das ist wie früher, wo man die Bilder in seine Bilder ins Entwicklungsstudio abgegeben hat und nachher die fertigen Bilder bekommen hat. Man selbst hatte keinen Einfluss, es sei denn, man hat selber eine Dunkelkammer gehabt und konnte seine Bilder dort entwickeln.
Heutzutage läuft es natürlich etwas anders ab, denn ich brauche keine Dunkelkammer mehr, sondern meinen PC und ein entsprechendes Programm, wo ich meine Bilder entwickle. Natürlich habe ich dann keinen Abzug zu Hause, sondern ein digitales überarbeitetes Bild, was sich von dem Unbearbeiten meist recht deutlich unterscheidet.
Update:
Die Zeit schreitet voran, so auch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.
Mittels KI lassen sich störende Objekte, wie z.B. eine Hand oder die Leine heutzutage mühelos entfernen. Das spart massiv Zeit, da nicht mehr zwischen den Programmen Lightoom und Photoshop gewechselt werden muss. Ebens entfällt das händische Stempeln. So bekommt ihr in der Voransicht Bilder zu sehen, die komplett überarbeitet sind.
Meine Paketpreise habe ich entsprechend angepasst.
Wenn ihr stark retuschierte Bilder bekommen möchtet, wo ich komplette Hintergründe austausche oder spiegel, den Himmel austausche oder Farblich komplett ändere, bleibt es ein stark retuschiertes Bild.
Mein erstes Beispiel:
Luna beim Laufen.
Luna musste prinzipiell immer eine Schleppleine und Geschirr tragen, da sie leicht auf Erkundungstour geht.
Wir wollten ein paar Laufbilder machen, also musste Frauchen nebenher laufen.
Wer schon mal versucht hat, einen Schwarzen Hund auf weißen Schnee zu fotografieren, wird schnell festgestellt haben, dass viele Kameras und Automatiken hier versagen und man meist keine tollen Bilder bekommt.
Ich habe so belichtet, dass die Struktur im Schnee noch zu erkennen ist, was dazu führt, dass Luna als schwarzer Hund sehr stark unterbelichtet ist.
So sieht dann das Bild aus, wenn man korrekt auf den Schnee belichtet. Luna ist viel zu dunkel. Auch wenn es kaum zu sehen ist, sie hat ein Geschirr an, die grüne Langlaufleine ist im Schnee zu sehen und natürlich das mitlaufende Frauchen.
So sieht es nach der ersten Entwicklung am PC aus.
Luna ist viel besser zu erkennen, man sieht auch nun deutlich das Geschirr, der Schnee hat den Blauschimmer durch die Reflexion des Himmels verloren und ist „Schneeweiß“.
Auch der Hintergrund hat ein wenig an Leuchtkraft gewonnen.
Dies ist dann das finale bearbeitete Bild.
Was habe ich sonst noch gemacht?
– Geschirr entfernt
– Leine entfernt
– Frauchen entfernt
– Blatt entfernt
– Links mehr Raum gegben
– Schwarz von Luna angepasst
Das sind dann die Bilder, wie ihr sie von mir kennt.
Theo und Dörthe durfte ich zusammen mit Sven Trzcinski im Landschaftspark Duisburg ablichten. Und obwohl Theo noch recht jung war, hat er schon recht gut auf ein paar Befehle gehört, so dass wir tatsächlich ein paar gestellte Bilder machen konnten.
Das Bild ist so schon recht gut aus der Kamera gekommen. Theo sitzt im sogenannten goldenen Schnitt, der das Objekt in einem Bild nochmals hervorhebt und interessanter macht.
Die Fellfarbe ist noch nicht wirklich die, die Theo hat, das Bild kippt noch leicht, weil ich nicht 100% gerade abgedrückt habe.
Das Bokeh im Hintergrund sieht nicht schlecht aus, aber wirkt insgesamt noch etwas unruhig.
Nach der Entwicklung in meiner „Dunkelkammer“, ich nutze das Programm Lightroom, sieht das ganze schon wesentlich besser aus.
Die Farben sind korrigiert, das grüne Büschel zieht keine Aufmerksamkeit mehr, das Bild ist auch gerade. Insgesamt schon ein sehr stimmiges Bild, den es nur noch etwas an Feinschliff fehlt
Dieser Feinschliff kommt dann meist mit Photoshop zum Einsatz. Hier hat das Bild einen gesamteinheitlichen Farblook bekommen, so dass die Lichter und Bokehbubbles im Hintergrund nicht mehr so stark ablenken und Theo wirklich im Vordergrund ist.
Durch eine leichte Vignette wird der Blick nochmal mehr auf Theo gelenkt.